Warum wir senze.ai bauen.
Hier erzählen wir, was uns antreibt. Woran wir glauben, was wir bauen, und was wir selbst noch nicht wissen.
Die Lage
Wir leben in einer Zeit massiver Umbrüche, politisch, wirtschaftlich, technologisch, ökologisch. Das muss man niemandem mehr erklären.
Weniger offensichtlich ist, wie schwer es wird, da gesund durchzukommen. Für eine Organisation genauso wie für eine ganze Gesellschaft. Die alten Methoden, bei denen wenige entscheiden und der Rest informiert wird, reichen dafür nicht mehr. Die Sache ist zu komplex, um sie auf ein paar Perspektiven einzudampfen. Wer es trotzdem versucht, bekommt die Folgen zu spüren: Polarisierung, innere Kündigung, schwindendes Vertrauen.
Wir glauben, dieser Komplexität begegnet man nur, indem man alle einbezieht, und zwar präzise. Alle erreichen, in die Tiefe gehen. Beides zusammen ging bisher nicht.
Und da ist noch etwas. Wir haben gesehen, wie Technologie genau das Gegenteil anrichten kann, wie soziale Medien Spaltung befeuert und Vertrauen zersetzt haben. Wir wollen wissen, ob es auch andersherum geht.
Unsere Überzeugung
Entwicklung wird möglich, wo Menschen die Gegenwart genauer wahrnehmen und sich ein gemeinsames Bild machen, das näher an der Wirklichkeit liegt. Werden viele Perspektiven sichtbar, verdichtet und gemeinsam bearbeitet, wächst die Wahrnehmung. Aus dieser Wahrnehmung entsteht Bewusstsein, aus Bewusstsein Entwicklung, und aus Entwicklung die Fähigkeit, gemeinsam zu handeln.
Dabei glauben wir nicht, dass ein Kollektiv von allein bessere Lösungen findet als ein paar inspirierte Köpfe. Aber damit eine Lösung ins Leben kommt, braucht sie die Resonanz mit dem Kollektiv. Und Vertrauen, die Grundlage für jede gemeinsame Bewegung, entsteht dort, wo Menschen sich verstanden fühlen.
Deshalb fängt für uns alles mit Zuhören an. Kultur verändert sich von innen, oder gar nicht. Man kann sie nicht von außen vermessen und dann eine Lösung ausrollen. Veränderung beginnt in dem Moment, in dem eine Organisation, eine Gemeinschaft sich selbst hören kann.
Was wir tun
Wir bauen Werkzeuge, die genau das möglich machen: dass Organisationen und Gemeinschaften genauer wahrnehmen, was in ihnen vorgeht. Allen zuhören, in der Tiefe, wie ein kollektives Nervensystem, technologisch unterstützt.
Dafür werten wir nicht aus, was ohnehin irgendwo an Daten herumliegt. Wir öffnen einen Gesprächsraum, führen ihn transparent und schließen ihn wieder. In drei Formaten:
Qualitative Umfragen
Offene Fragen statt Skalen, verdichtet zu Mustern, Spannungen und Ressourcen.
KI-gestützte Interviews
Die Tiefe eines Gesprächs, die Skalierung einer Umfrage, mit Hunderten gleichzeitig.
Moderierte Live-Dialoge
Sprechen-und-Zuhören-Formate, aufgenommen, transkribiert, ausgewertet. Pilotiert mit Mehr Demokratie e.V.
Zuhören in dieser Qualität ist der erste Schritt. Es schafft ein Verständnis, das sich mit 200 oder 2000 Menschen aushandeln lässt, nicht nur mit zehn im Führungskreis.
Was wir bewusst nicht tun
Genauso wichtig wie das, was wir bauen, ist das, was wir nicht bauen.
-
Wir lagern keine Deliberation und keine Entscheidungen an KI aus. Entscheidungen gehören den Menschen; wir sorgen nur dafür, dass sie besser informiert sind.
-
Wir versprechen kein Wundermittel. KI ist nicht unsere Botschaft, aber sie ist auch kein neutraler Hammer. Sie verändert den, der mit ihr arbeitet. Genau deshalb gestalten wir sie bewusst, so dass sie Wahrnehmung schärft, statt sie zu ersetzen.
-
Wir zapfen keine Datenquellen an. Jeder Gesprächsraum wird bewusst geöffnet, transparent geführt und wieder geschlossen.
Was wir noch nicht wissen
Wenn Kultur sich von innen verändert, dann auch die Technologie, die wir in sie hineintragen. Wie bauen wir eine KI, die Paradoxien und Spannungen sichtbar macht und aushält, statt sie glattzubügeln? Und wie gestalten wir sie von innen heraus, gemeinsam mit den Menschen, die sie nutzen?
Auch sonst bleibt vieles offen: wie aus Wahrnehmung Veränderung wird, wie weit das Potenzial trägt, wo es funktioniert und wo nicht. Das erkunden wir.
Schritt für Schritt. In echten Projekten, in Forschungskooperationen, im Austausch mit den Menschen, die mit unseren Werkzeugen arbeiten. Wir behaupten kein Wunderheilmittel. Wir sind unterwegs, und die ersten Schritte sind gut.
Wer dahintersteht
„Ich will, dass meine Kinder in einer Demokratie aufwachsen, dass wir den wirtschaftlichen Wandel gut hinkriegen und dieser Planet lebendig bleibt. Wir haben gesehen, wie zerstörerisch Technologie wirken kann. Mir geht es darum, mit Technologie etwas in die Welt zu bringen, in dem wirklich Verbindung und Entwicklung entstehen.“
Jona Carmon „Ich glaube nicht, dass ein Kollektiv von allein bessere Lösungen findet als inspirierte Einzelne. Aber damit eine Lösung ins Leben kommt, braucht sie die Resonanz mit dem Kollektiv. Dafür bauen wir senze.ai: damit Führung und Gruppe einander wirklich hören können, ehrlich, präzise und ohne ein Wunderheilmittel zu behaupten.“
Matthias Richter Wenn dich das anspricht, lass uns sprechen.
Kontakt aufnehmen